Rad'l gegen Wad'l
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In 19 Tagen 3500 Km durch Europa

Werner Klom ist einer der ambitioniertesten Tourenfahrer in der RgW Gemeinde. Er absolviert jedes Jahr mindestens eine Megatour durch Europa, dies nun bereits seit vielen Jahren. 333.333 Km und 1.500.000 Höhenmeter hat Werner bereits in seiner Sportlerlaufbahn abgespult, das wären sagenhafte acht Erdumrundungen und 4285 Anninger Auffahrten .
Das RgW Team gratuliert Werner zu dieser Leistung und wünscht ihm weiterhin schöne Touren.
Das ist eine kurze Zusammenfassung von Werner`s heuriger Tour:

Strecke:
Von Hamburg zur dänischen Grenze weiter die Ostseeküste folgend zur polnischen Grenze, dann Oder und Neisse entlang, Tschechien umrundet und die Donau bis Wien.

Technische Daten:
3565 Kilometer
19 Tage
188 Schnitt Kilometer / Tag
176 Stunden Fahrzeit, zwischen vier und elf Stunden am Tag.
Kürzeste Distanz 85 KM (halber Tag) für einen Tag. Längste Tagesstreckte 243 KM.
18000 Höhenmeter
100000 Kalorien, Gewicht gleichgeblieben
100 – 80 Durchschnittspuls (wurde im Laufe der Tour immer niedriger !)

Streckenführung:
An der Ostseeküste teils sehr holprige Wege. Es ging manchmal nur sehr langsam weiter. Trotzdem so am Meer entlang, das war der schönste Teil der ganzen Tour. An der polnischen Grenze kehrte ich etwas wehmütig der Küste den Rücken zu.
An vier Tagen bei der oberen Umrundung von Tschechien die meisten Höhenmeter gemacht. Täglich über 2000. Sah keinen wirklichen Berg, da waren nur Hügeln, aber es ging ständig bergauf und bergab mit Steigungen bis zu 15 Prozent.
Dadurch, dass die Strecke länger wurde als geplant, schnitt ich gegen Ende der Tour einiges ab. Geplant hatte ich über München und Salzburg nach Wien. Bin aber dann die Donau entlang. Sonst hätte ich es nicht mehr zeitgerecht nach Hause geschafft.
Am Ende der Tour war bergauffahren doch etwas anstrengend, konnte mal so richtig die Schaltung ausnutzen, in der Ebene ging es noch ganz gut.
Zweimal machte ich einen halben Tag Pause. Die Erste in Ostseebad Heringsdorf, die Zweite in Dresden.

Wetter:
Die ersten Tage wechselhaft größtenteils bewölkt mit kurzen Regenschauern und stürmisch. Kein Mensch war an den Stränden zu sehen. An den folgenden Tagen wurde es immer sonniger bis es mir fast zu viel wurde. Wind meist aus Süden, also eher Gegenwind. Am Ende der Tour drei Tage durchgehend Regen dafür Rückenwind.

Einiges Unvorhersehbares:
Zug nach Hamburg hatte mehr als zwei Stunden Verspätung.
Zwei Wespenstiche. Zuerst Stirn, Wespe war zwischen Helm und Brille eingeklemmt. Dann Innenseite des linken Oberschenkels am Rande des Sitzposters.
Federgabel im Eimer, einen grauen Gatsch hat es oben rausgedrückt.
Ein Flaschenhalter unten durchgebrochen.
Radcomputer ist im Regen abgesoffen.
Ständer verbogen.
Die Packtaschen gingen zweimal auseinander. Musste Schrauben und Werkzeug besorgen.
Von Anfang an knackte es nervig bei jeder Kurbelumdrehung. Zumindest bei Regen hörte es auf.
Ladekabel für das Handy gab den Geist auf.

Persönliche Bemerkungen:
Am meisten zu schaffen nachte mir, dass ich im Schnitt pro Nacht eine Stunde zu wenig Schlaf hatte. Manchmal wurde es spät und jede Nacht ein einem anderen Bett - da schlief ich nicht immer gut.
Zur Regeneration ließ ich zehn Tage lang nach der Tour das Rad nicht stehen sondern fuhr mäßig so ca. mit 50% meiner noch vorhanden Kraft. Jetzt gebe ich langsam wieder mehr Gas.

1 Kommentar

  1. Walter-St sagt:

    Glückwunsch und Hut ab vor Deiner Leistung. Ohne Epo, dafür mit Schlafdefizit und immerhin zwei halben Tagen Pause durch halb Europa: Schätze, Christoph Strasser wird langsam nervös.

    Sportliche Grüße
    Walter

In 19 Tagen 3500 Km durch Europa

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