Rad'l gegen Wad'l
Bestzeit Herrn Rad: 17:40, Bestzeit Damen Rad: 23:30, Bestzeit Herrn Lauf: 19:54, Bestzeit Damen Lauf: 30:40
der ultimative Event für
Bergläufer und Mountainbiker

Radfahren für eine gute Sache, Walter Marchl’s Projekte

Wir haben ein Gespräch mit Walter Marchl über seine Radsucht und über sein außergewöhnliches Projekt für 2017 geführt.

Walter, wie bist du zu Radl gegen Wadl gekommen?
(Anmerkung: Walter ist ein echter Steirer. Deshalb muss man sich Walters Antworten im starken steirischen Dialekt vorstellen, der rund um Knittelfeld gesprochen wird.) Zu Radl gegen Wadl bin ich auf zweifache Weise gekommen. Da habe ich von einem Arbeitskollegen davon gehört und dann die Homepage mir angeschaut. Und dann habe ich halt mitgemacht. Gesehen hatte ich euch aber schon 2 Jahre zuvor. Damals sind mir bei einer Abfahrt auf den Anninger einige Radler entgegengekommen. Mit denen bin ich dann noch mal mitgefahren. Und da habe ich das erste Mal davon gehört.

Walter, was sind so deine sportlichen Aktivitäten?
Ich habe einen irrsinnigen Spaß am Radfahren. Dabei ist es ziemlich egal, wo es hingeht.Pro Woche fahre ich so 5 bis 10 Mal. Ich kann zuerst eine Anningerrunde drehen und dann heimkommen, um auf dem Rennrad noch eine kleine Runde zu fahren. Und wenn’s einmal passt, dann fahr‘ ich am Abend noch einmal

Walter, was sind so deine sportlichen Aktivitäten?
Ich habe einen irrsinnigen Spaß am Radfahren. Dabei ist es ziemlich egal, wo es hingeht.
Pro Woche fahre ich so 5 bis 10 Mal. Ich kann zuerst eine Anningerrunde drehen und dann heimkommen, um auf dem Rennrad noch eine kleine Runde zu fahren. Und wenn’s einmal passt, dann fahr‘ ich am Abend noch einmal.

Walter, wie viele Räder hast du?
Gar nicht so viel. Ich habe 2 Rennräder und 2 Mountainbikes. Dafür habe ich aber 10 unterschiedliche Felgen mit unterschiedliche Ritzeln, in Karbon Ausführung und auch für den Winter (es läppert sich halt im Laufe der Jahre). Da tausche ich die Felgen je nachdem was ich machen will und wie das Wetter ist. Und da brauche ich nicht mehr Räder.

Walter, auf welche sportlichen Aktivitäten bist du besonders stolz?
Da ist einmal das Red Bull Stundenrennen, wo wir 2016 als 3er-Team und ich in meiner Kategorie (ältere, dickere Herren, die es noch einmal wissen wollenJ) gewonnen habe. Das war schon eine ziemlich harte Sache, weil der Rundkurs am Red Bull Ring dauernd auf und ab geht und alles abverlangt. Es war eine tolle Sache und wir waren ganz überrascht, dass wir sogar als Team gewonnen haben.

Das zweite auf was ich ganz besonders stolz bin, ist die erste und einzige genehmigte Brückenbefahrung von Bahrain nach Saudi Arabien über den Saudi Causeway.

(Anmerkung: das ist eine kombinierte Brücken- und Dammverbindung zwischen Saudi-Arabien und Bahrain. Genau heißt es King Fahd Causeway. Er besteht aus vier Fahrspuren und ist 25 Kilometer lang und besteht aus fünf durch Dämme und Inseln verbundenen Brücken. Bahrain hat mit dem King Fahd Causeway die einzige Straßenverbindung zum Festland.

Die Befahrung mit dem Fahrrad war aus mehreren Gründen eine sensationelle Sache. Da ist einmal, dass in dieser Gegend niemand auf die Idee kommt mit dem Rad zu fahren, das Fahren mit dem Rad auf dem Causeway stengstens verboten ist und außerdem diese Verbindung die einzige Straßenverbindung von Bahrain zum Festland ist und deshalb extreme Wichtigkeit hat. Es war ein Abschiedsgeschenk eines Ministers, als 2011 mein Assignment zu Ende gegangen ist. Die Überquerung habe ich mit meinem damaligen Trainingspartner Mikel Calahorra gemacht, der immerhin damals Triathlon Junioren-Weltmeister war.

Walter, du hast außergewöhnliche; und einmalige Radprojekte. Was sind so deine nächsten Pläne?
Da ist das Sozialprojekt Children of the Mountain.  Ich habe  zufällig bei einem Radl-Projekt davon gehört und war gleich Feuer und Flamme.

Children of the Mountain ist eine Organisation die sich das Ziel gesetzt hat hat, stabile und erdbebensichere Schulen und Kindergärten in Nepal zu bauen. Damit die Kinder in Nepal eine Grundausbildung und damit auch überhaupt Zukunftschancen haben können.

Walter, wie können wir uns das vorstellen?
Wir bauen eben gute und besonders erdbebensichere Schulen und Kindergärten. Dazu gibt es als Voraussetzung die Abstimmung und Verträge mit den Gemeinden, die dann diese Schulen und Kindergärten betreiben. Dazu gehört auch, dass Lehrer ausgebildet werden. Weshalb ein Vertrag mit dem nepalesischen Bildungsministerium abgeschlossen wurde. Wir schauen auch, dass die Bauarbeiten von lokalen Firmen durchgeführt werden. Zusätzlich die Schüler mit notwendigen Schulbedarf, Kleidung und Büchern versorgt.

Mit diesen Aktivitäten können wir Kindern einen Weg aus der Armut durch Bildung ermöglichen. Es sind dies alles kostenlose Schulen für die ärmeren Bevölkerungsschichten und arbeiten mit den Dorfgemeinschaften eng zusammen. In der Zwischenzeit gibt es mehrere Schulen für deutlich mehr als 2 000 Kindern.

Man muss sich vorstellen, in Nepal gibt es kein öffentliches gratis Schulwesen.

Walter, was machst du bei diesem Projekt („Wir bewegen Menschen“)?
Ich habe mir vorgenommen 2017 € 45 000 zu sammeln, um damit eine ganze Schule für 300 Kinder bauen zu können. Dafür gibt es eine Reihe von Radaktivitäten, wo gesammelt wird, oder andere, wo ein Teil des Startgeldes für das Projekt gespendet wird, bzw. über  Sponsoring bei außergewöhnlichen Aktivitäten.  Es wird im Sommer einen Aktionstag ganz besonders für den Behindertensport geben, wo auch ein Teil diesem Projekt zugutekommt.

Im Juni wird es eine Sternfahrt nach Wien zur Österreich-Rundfahrt geben. Irgendwie werden wir auch beim Ring Radeln am Red Bull Ring dabei sein. Das wird aber erst später bekannt gegeben. Mir persönlich schwebt da eine Radtour in einem Tag von Passau nach Wien vor, wo Firmen als Sponsoren für das Projekt beitragen.

Und natürliche wird es noch Aktivitäten mit dem Radsportverband geben, wo dieses Projekt auch mit dabei ist. Heuer ist ja auch die Junioren Rad-EM in Österreich.

Ich hoffe auch, dass die Radler und Wadler 😉 ein bisschen  mithelfen.
Es wird im Frühjahr (Mitte Mai) eine Pressekonferenz geben, wo z.B. Jacob Zurl seine Himalaya Radüberquerung präsentiert. Nur momentan ist alles noch in Planung und viele Dinge werden jetzt Schritt für Schritt konkreter. Aber ich bin mir sicher, dass wir es schaffen werden. Nicht vergessen, ab Mitte April auf www.childrenofthemountain.org vorbeischauen. Und: freue mich schon total aufs nächste RgW mit euch allen

Walter, wir danken für das Gespräch.

Radfahren für eine gute Sache, Walter Marchl’s Projekte

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